Plastik verdrängt Zelluloid

 Der Tischtennissport steht vor einer Zeitenwende. Nach 89 Jahren geht die Ära des Zelluloidballs zur Neige. Anfang Juli beginnt die Umstellung im Profigeschäft. Später dann soll der Breitensport folgen. Plastik soll das bewährte Zelluloid ablösen. Und das notfalls mit der Brechstange. Es gibt einen gewichtigen Grund, der für den Wechsel angeführt wird. Zelluloid, ein im 19. Jahrhundert erfundenes Thermoplast aus Cellulosenitrat und Campher, brennt wie Zunder. Das Produktionsverfahren herkömmlicher Tischtennisbälle gleicht zu 80 Prozent der von Sprengstoff des Typs Nitroglycerin. Mangelnder Arbeitsschutz und damit verbundene Gesundheitsgefahren in den produzierenden Ländern Asiens lassen daher ein Auslaufen der Produktion aus Sicht des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF) ratsam erscheinen.

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